Reinhold Strobl

Mitglied des Bayerischen Landtags

Keine Sonderzugfahrten nach Schnaittenbach mehr

Schnaittenbach/Amberg. (sor)
Eine Sonderfahrt auf der Bahnstrecke Amberg – Schnaittenbach, früher eine der rentabelsten Nebenstrecken Deutschlands, wird es wohl so schnell nicht wieder geben. MdL Reinhold Strobl (SPD): „Gerne hätte ich einmal in Zusammenarbeit mit dem Verein ‚Amberger Kaolinbahn‘ eine Sonderfahrt von Schnaittenbach aus organisiert – z.B. nach Furth i.Wald zum Drachenstich.“ Allerdings fallen hier inzwischen so hohe Trassengebühren an, dass so eine Sonderfahrt unmöglich gemacht wird, so Strobl.

Nach Auskunft des Konzernbeauftragten fallen lt. DB Netz AG für einen Sonderzug im Personenverkehr aktuell Trassengebühren in Höhe von 69,08 Euro an. Allerdings sei die Strecke nicht für den Personenverkehr, sondern nur für den Güterverkehr frei gegeben. Daher würden noch Gebühren für eine entsprechende Prüfung durch das Eisenbahn-Bundesamt (ca. 1.800 Euro) und ggf. weitere Kosten für zusätzliche Stellwerksbesetzungen etc. anfallen. Diese Preise würden für alle Eisenbahnverkehrsunternehmen in gleicher Weise anfallen.

Diese Preise würden für alle Eisenbahnverkehrsunternehmen in gleicher Weise gelten. Aus Gründen der Diskriminierungsfreiheit würden keine Vergünstigungen oder sonstige Preisreduzierungen gewährt. Das gelte für alle Zugfahrten, egal ob es eine Regelfahrt oder wie hier im vorliegenden Fall ein Sonderzug sei. Es würden auch für eigene Sonderzugfahrten, wie z.B. Sonderzugfahrten zu einem Bahnhofs- oder Streckenjubiläum, keine Reduzierungen des Trassenpreises gewährt.

Damit, so Strobl, sei es unmöglich, je wieder einen Sonderzug auf dieser Strecke fahren zu lassen. Das sei zu bedauern und für ihn unverständlich, so Strobl.