Reinhold Strobl

Mitglied des Bayerischen Landtags

Vogelgrippe – Abgeordneter Reinhold Strobl fragt die Staatsregierung nach neuen Erkenntnissen

Amberg-Sulzbach/München (sor).
Ziemlich genau vor einem Jahr grassierte in Bayern das Vogelgrippevirus. „Die Folgen der Stallpflicht sind für die Tiere und Halter noch nicht verdaut“, sagt Reinhold Strobl (SPD). Er hat nun bei der Staatsregierung nachgefragt, ob es in der Zwischenzeit neue Erkenntnisse über Herkunft und Übertragungswege der Vogelgrippe gibt.

Strobl kümmert sich auch um die Züchter von Rasse- und Ziergeflügel. „Ich habe die Staatsregierung gefragt, ob es neue Forschungserkenntnisse über Herkunft und Übertragungswege der Vogelgrippe gibt. Auch wollte ich wissen, ob die Staatsregierung zwischenzeitlich ein Konzept bzw. einen Maßnahmenkatalog erarbeitet hat, der regelt, wie mit einer erneuten Vogelgrippe mit Tieren aus Rasse- und Ziergeflügelzuchten verfahren werden soll. Eine stringente Stallpflicht hat gerade auch für Freilaufgeflügel eine verheerende Wirkung, wenn diese Tiere plötzlich alle in Ställen gehalten werden müssen.

Aus der Antwort der Staatsregierung gehe nicht wirklich Neues hervor. „Flächendeckende Stallpflicht ist das Mittel der Wahl“, bedauert Strobl. Eine risikobewertende Aufstallungsanordnung, wie sie die Bayerischen Rassegeflügelzüchter in ihrem Maßnahmenkatalog für die Rasse- und Ziergeflügel fordern, werde viel zu wenig berücksichtigt.

Die Sinnhaftigkeit der flächendeckenden Stallpflicht für Freilandhalter sei zu hinterfragen. Die Staatsregierung sehe zu einseitig die großen Geflügelbestände in den Geflügelmastbetrieben und zu wenig die Rasse- und Ziergeflügelzüchter.

„Flächendeckende Stallpflicht wo es nötig ist, aber ich stelle die Frage, ob es Sinn macht das Freilandgeflügel einzusperren, wenn schon die hermetisch abgeriegelten und mit Hygieneschleusen versehenen Intensivställe keine Garantie geben für eine Weiterverbreitung der Vogelgrippe. Eine differenzierte Betrachtung der einzelnen Haltungsarten von Geflügel wäre für mich sinnvoller und nicht alle Vögel über einen Kamm zu scheren, wie es die Staatsregierung mit der landesweiten Stallpflicht macht“.

pdfAntwort_Anfrage_Vogelgrippe.pdf