Reinhold Strobl

Mitglied des Bayerischen Landtags

SPD-Abgeordnete besuchten das Omnibusunternehmen Cermak

Amberg-Sulzbach/Auerbach. (sor)
Seit Jahrzehnten werden täglich Millionen von Schülern und Auszubildenden im ÖPNV zur Schule befördert. In Bayern fahren täglich 1,3 Millionen Schüler, Studenten und Auszubildende mit dem ÖPNV zu ihrer Schule, Uni, Fachhochschule und Ausbildungsstätte.

Die Schülerbeförderung und der Ausbildungsverkehr, so Günther Cermak bei einem Fachgespräch, würden so zu einem großen Teil im öffentlichen Linienbusverkehr durchgeführt. Bei einem Besuch der Landtagsvizepräsidentin Inge Aures und ihres Landtagskollegen Reinhold Strobl sowie des SPD-Kreisvorsitzenden Uwe Bergmann erinnerte Cermak daran, dass in den 70er Jahren die Verordnung zum Ausgleich gemeinwirtschaftlicher Leistungen im Ausbildungsverkehr erlassen wurde, um ein entsprechendes Verkehrsangebot aufzubauen und eine sozialverträgliche Beförderung zu gewährleisten.

An dem Gespräch, an dem auch Vertreter des SPD-Ortsvereins mit ihrem Vorsitzenden Günther Sertl teilnahmen, ging es um den ÖPNV, die Personalsituation im Busverkehr und um europaweite Ausschreibungen. Wie Cermak ausführte, gewährleiste die Verordnung, dass Schüler und Auszubildende zu familienfreundlichen, günstigen und sozialverträglichen Fahrpreisen zur Schule befördert werden könnten. Dafür würde den Unternehmen im Gegenzug ein Teil der Kosten für das günstige Tarifangebot ausgeglichen. Die Ausgleichsleistungen seien seit vielen Jahrzehnten ein wichtiges Instrument zur Entlastung der Familien und Schulaufwandsträger bei den Beförderungskosten. Insbesondere im ländlichen Raum sei der Ausbildungsverkehr die tragende Säule des gesamten öffentlichen Verkehrsangebotes und ein unverzichtbares Fundament zum Erhalt der Bildungschancen und des Bildungsangebots.

Allerdings seien in den vergangenen Jahren diese Mittel drastisch gekürzt worden und gefährde massiv die Sicherstellung des Verkehrsangebots gerade in ländlichen Regionen. Die Ausgleichsleistungen sollten Einnahmeverluste, die durch ermäßigte Fahrpreise für Schüler, Auszubildende und Studenten anfallen, ersetzen. Wie die beiden SPD-Abgeordneten entgegneten, habe ihre Fraktion immer wieder Anträge zum Ausbildungsverkehr im ÖPNV gestellt, um der Mittelknappheit entgegen zu wirken. Es wurden hier Schlagworte wie flexible Bedienformen, Barrierefreiheit, NOX-Grenzwerte, Digitalisierung, E-Mobilität und Personalfragen genannt. Gemeinsamkeiten fand man auch bei der Vergabe von Verkehrsleistungen im Wettbewerb. Dumpingangebote müssten erkannt und ausgeschieden werden.

MdL Reinhold Strobl sprach schließlich auch noch die Verkehrssituation auf den Autobahnen an. Ihm falle auf, dass besonders ausländische LKw’s bei Elefantenrennen mit dabei seien und für Staus mit verantwortlich seien. Auch sei oft der Zwischenraum sehr klein. Hier habe er auch schon an Innenminister Hermann geschrieben. Bei einem anschließenden Rundgang verschafften sich die Besucher einen Überblick über das Leistungsangebot des Omnibusunternehmens.