Reinhold Strobl

Mitglied des Bayerischen Landtags

München (sor)
Die Reaktion der Staatsregierung aus CSU und FDP auf den Bürgerentscheid zur dritten Startbahn auf dem Münchener Flughafen vom vergangenen Wochenende stößt bei dem Sprecher der Oberpfälzer SPD-Landtagsabgeordneten Reinhold Strobl, MdL, auf Unverständnis. „Da wird versucht, einen klaren Bürgerentscheid zu ignorieren, anstatt sich nun wenigstens verstärkt um eine vernünftige Flughafenanbindung, vor allem für die weiter entfernten Regionen Bayerns zu kümmern", ärgert sich Strobl.

Strobl fordert statt der Weiterverfolgung eines Projekts, das von der Mehrheit der betroffenen Bürger abgelehnt wurde, die Energien darauf zu konzentrieren, die vielschichtigen Probleme der bayerischen Verkehrsinfrastruktur anzugehen. „Eine vernünftige Bahnanbindung der Oberpfalz an den Flughafen oder der angemessene Anschluss der Region an das überregionale und europäische Bahnnetz wäre da zum Beispiel erheblich zielführender", so Strobl.

Nach Strobls Ansicht werde die wichtige Funktion von demokratischen Bürgerentscheiden auf den Kopf gestellt, wenn nach einem so klaren Votum dies von der Staatsregierung, allen voran Wirtschaftsminister Martin Zeil, durch die Hintertür trotzdem weiter betrieben werden soll. „Wenn der Münchener Oberbürgermeister Christian Ude diese Entscheidung der Bürgerinnen und Bürger ohne Wenn und Aber akzeptiert, obwohl er ein Befürworter der Startbahn ist, dann ist das die richtige Reaktion", so Strobl.