Reinhold Strobl

Mitglied des Bayerischen Landtags

Neumarkt / Amberg-Sulzbach (sor).
Die Europäische Wasserrahmenrichtlinie schreibt vor, dass bis zum Jahr 2015 alle Kleinkläranlagen mit einer biologischen Reinigungsstufe nachgerüstet werden müssen, um das Abwasser fast vollständig von Keimen und Stickstoff zu säubern. Die dafür vorgesehenen Richtlinien für staatliche finanzielle Zuwendungen zu Kleinkläranlagen (RZKKA) laufen jedoch bis zum Jahresende 2014 aus.

Darauf weist der Schnaittenbacher Landtagsabgeordnete Reinhold Strobl hin.

„In der Oberpfalz sind mit Stand vom 1. Juli vergangenen Jahres rund 14.700 Kleinkläranlagen in Betrieb", so Strobl. „Die Hausbesitzer, die ihre Kleinkläranlage bis jetzt noch nicht umgebaut haben, sollten sich schon jetzt um den staatlichen Zuschuss bewerben, da auch bei der Auszahlung mit langen Wartezeiten zu rechnen ist. Nach dem 31. Dezember 2014 ist dann eine Förderung durch den Freistaat nicht mehr möglich".

Bayernweit wurden bis zum Juli des vergangenen Jahres rund 74 Prozent der Kleinkläranlagen umgebaut. Die Zuwendung für den Bau einer biologischen Reinigungsstufe beträgt 1.000 Euro für eine 4-EW-Anlage zuzüglich 150 Euro für jeden weiteren Einwohner (EW). Falls in Verbindung mit der biologischen Stufe für eine Vorreinigung gesorgt ist, werden nochmals 400 Euro bewilligt. Sollten noch weitergehende Anforderungen erfüllt werden, können zusätzlich 300 Euro für eine 4-EW-Anlage und 30 Euro für jeden weiteren EW beantragt werden.