Reinhold Strobl

Mitglied des Bayerischen Landtags

Amberg-Sulzbach/Neumarkt. (sor)
Erst am Samstag hatte sich der SPD-Landtagsabgeordnete Reinhold Strobl hinsichtlich der Lehrerzuteilung für die Mittelschule Vilseck zu Wort gemeldet. Am Wochenende hat sich der Bayerische Schulleitungsverband in einem Schreiben an die oberpfälzer Abgeordneten in einem

Hilfeschrei zu Wort gemeldet und angemahnt, dass die Mittelschulzuweisung sofort eine deutliche Anhebung braucht. Die momentane Zuteilung sei völlig unzureichend, es würden wahre Einbrüche und Zusammenbrüche drohen.

MdL Reinhold Strobl hat sich in einem Nachtrag zu seinem Schreiben vom 21.07.12 hinsichtlich der Situation an der Mittelschule Vilseck diesen Hilfeschrei des Schulleitungsverbandes an Kultusminister Spaenle weitergegeben.

Strobl zitiert den Schulleitungsverband, welcher feststellt dass die Klassenbildungs-KMS vom 25.04.2012 pro Mittelschüler 1,801 Lehrerstunden vorsah. Inzwischen würden viele Mittelschul-Verbünde nicht mehr innerhalb des Korridors liegen, sondern deutlich darunter. Stand im Juli: 1,7 Lehrerstunden. Damit lasse sich weder eine pädagogische Schulentwicklung als auch eine Entwicklung des Schulprofils betreiben. Eine modulare Förderung könne damit nicht verstärkt werden.

Auch hinsichtlich der Zuteilung von Sekretärinnen wurde eine Ungleichbehandlung zwischen Mittelschulen und Gymnasien festgestellt. Bei gleicher Schülerzahl habe eine Mittelschule eine Halbtageskraft, Gymnasien jedoch bis zu zwei Vollzeitsekretärinnen. Strobl: „Können Sie diese Aussage bestätigen und wenn ja, wann kann hier eine Gleichbehandlung hergestellt werden?"

In dem Schreiben an die Abgeordneten wird vom Schulleitungsverband die Frage gestellt: Wo bleibt die so oft versprochene und viel gerühmte „demografische Rendite"? Diese Frage, so Strobl, muss ich leider an Sie, den verantwortlichen und zuständigen Minister weitergeben.

Strobl, Mitglied im Haushaltsausschuss und dort für den Bereich Bildung zuständiger Berichterstatter der SPD-Landtagsfraktion, ist gespannt darauf, ob und wenn ja, welche Verbesserungen die Staatsregierung im Zuge der Steuermehreinnahmen und der Aufstellung des Doppelhaushalts vorsieht. Die SPD werde auf jeden Fall entsprechende Anträge stellen.