Reinhold Strobl

Mitglied des Bayerischen Landtags

Schnaittenbach/München. (sor)
Die nach wie vor schwierige Lage des Denkmalschutzes in Bayern mahnt der SPD-Landtagsabgeordnete und Mitglied des Landesdenkmalrats in Bayern, Reinhold Strobl zum „Tag des offenen Denkmals" am kommenden Sonntag an. „Seit über zehn Jahren zieht sich der Freistaat Bayern aus seiner Verantwortung bei der Denkmalpflege zurück", so Strobl.

„Doch am Denkmalschutz zu sparen, heißt, unser kulturelles Erbe in Bayern zu gefährden und daneben auch einen wichtigen Wirtschaftsfaktor zu vernachlässigen".

Gerade die vielen privaten Besitzer von Baudenkmälern stünden vor großen Problemen, weil sie einerseits das in ihrem Besitz befindliche Kulturgut unterhalten und sanieren müssen, andererseits aber flössen die Fördermittel, die der Freistaat zur Verfügung stellt immer spärlicher, betont Strobl, der auch Mitglied im Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags ist. „Viele Eigentümer können das nicht mehr aus eigener Tasche finanzieren". Darüber hinaus wären mehr Fördermittel für den Denkmalschutz auch ein wichtiger Anreiz für die Eigner selbst zu investieren. „Öffentliche Fördermittel haben den Effekt der Anschubfinanzierung, bei der ein Vielfaches der Fördersumme in ein Projekt von den Eigentümern investiert wird. Damit wären auch aus rein wirtschaftlicher Sicht höhere Fördersummen sinnvoll, denn sie laufen letztendlich durch höhere Steuereinnahmen der meist mittelständischen Handwerksbetriebe auch wieder in den Staatssäckel zurück".

Zum Tag des offenen Denkmals wirbt Strobl auch dafür in der Bevölkerung das Bewusstsein und das Verständnis für den Denkmalschutz zu fördern. „Die Denkmalpflege ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und ich halte es für unerlässlich, dass auch im schulischen Bereich oder bei der Berufsausbildung die Bedeutung des Denkmalschutzes und seine Rolle für unsere Gemeinschaft stärker in den Vordergrund gestellt werden sollten", so Strobl.